Kategorie: Filmbeitrag

  • Djane mit 84 – Vika dreht auf

    Djane mit 84 – Vika dreht auf

    Vika (84) rockt. Die Polin ist die älteste DJane Europas. Wenn sie auflegt, kommen hunderte Senioren und tanzen im flackernden Neonlicht zu ihren Beats. Ihre Anhänger sind sich einig: Sie ist ein Idol.
    Schon in ihrem Berufsleben hat Vika sich um Menschen gekümmert, die in ihrer Heimat zu kurz kamen. Erst um Kinder, dann um Senioren. Die Arbeit hat sie stark, selbstbewusst und glücklich gemacht.
    Heute kämpft die DJane vor allem gegen die Altersdiskriminierung an.
    Unterstützung bekommt sie vom schwulen Journalisten Karol (28) und der Ex-Schönheitskönigin Hanna Piekarska (79).
    Gemeinsam setzten sie sich mit TikTok-Videos und Tanzevents für eine inklusivere Gesellschaft ein.
    Eine Ausnahme im konservativ-katholischen Polen, wo Randgruppen meist
    zu Einsamkeit verdammt sind.
    Entsprechend lang und steinig ist der Weg der polnischen Senioren zu einem neuen Selbstbewusstsein.
    Der Club, in dem Vika früher häufig auftrat, hat einen neuen Besitzer, der sie kaum noch bucht. Dazu kommt, dass die meisten Pensionäre nur eine kleine Rente beziehen und sich viele Veranstaltungen nicht leisten können.
    Staatlich organisierte Events für Senioren gibt es selten – wenn, dann wird gehäkelt oder genäht.
    Das reicht nicht, findet Vika und setzt am Drehteller ein Zeichen für soziale Teilhabe im Alter.

    Ein Film von Vivien Pieper und Laura Schmitt. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2023. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: André Krüger. Schnitt: Sven Emme. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Ungarns rotes Gold in Gefahr – Paprika Peter gibt nicht auf

    Ungarns rotes Gold in Gefahr – Paprika Peter gibt nicht auf

    Peter Szabo (50) ist stolzer Paprika-Bauer in Ungarn. Das Gewürz steht für den Nationalcharakter des Landes und sicherte über Generationen das Auskommen vieler ungarischen Familien auf dem Land. Eine davon war Peters. Vor 12 Jahren hat er den Familienbetrieb übernommen. Seitdem produziert er mit modernen Maschinen, altem Wissen und großer Leidensschaft das rote Gold Ungarns. Peters Vater Lotzi (78) muss mit anpacken – denn sein Sohn hat es schwer. Klimawandel, Konkurrenz aus dem Ausland und der Arbeitskräftemangel machen kleinen Paprikabauern wie Peter das Leben schwer. Dass die Paprika nun in Gefahr ist, will und kann er nicht akzeptieren. Mit Hilfe seiner Familie, Mut und Muskelkraft schafft er es, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, die ihn von allen Seiten angreift. “Man muss diesen Beruf lieben. Wir arbeiten zwar fürs Geld, wollen aber auch Qualität produzieren”, so Peter. Qualität ist seine Waffe. Paprika ist nun mal nicht gleich Paprika. Und Peters Paprikapulver ist das beste – davon ist er überzeugt.

    Ein Film von Laura Schmitt und Vivien Pieper. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2022. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: André Krüger. Ton: Lucas Peuser. Schnitt: Sven Emme. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Die alte Frau und der See

    Die alte Frau und der See

    Ein Film von Vivien Pieper und Laura Schmitt. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2022. Arte Wunderwelten. 43 Minuten.
    Kamera: Dunja Engelbrecht. Schnitt: Sören Schlotfeldt. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Doktor Olga in der Taiga – Post und Pillen für Sibirien

    Doktor Olga in der Taiga – Post und Pillen für Sibirien

    Es braucht zwei Olgas für ein glückliches Dorf. Und Ust-Talma in der Taiga ist solch ein Dorf. Die eine Olga bringt die Post, Rente und den Klatsch, die andere sorgt für die Gesundheit der Bewohner. Der jungen ausgebildete „Landärztin“ Olga machen jedoch Armut und die Widrigkeiten des Landlebens zu schaffen. Zum Glück steht ihr Postbotin Olga hilfreich zur Seite.

    Ein Film von Vivien Pieper und Laura Schmitt. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2022. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: Dunja Engelbrecht. Schnitt: Sven Emme. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Heiße Höschen aus Sibirien – Mit Unterwäsche gegen Vorurteile

    Heiße Höschen aus Sibirien – Mit Unterwäsche gegen Vorurteile

    Ein Trip zum Fetischfestival nach Berlin und die hohen Preise ließen ein schwules russisches Paar zur Nähmaschine greifen. Heute haben sie eine Fabrik für sexy Unterwäsche – im homophoben Sibirien.

    Ein Film von Vivien Pieper. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2022. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: André Krüger. Ton: Michael Sladek. Schnitt: Sven Emme. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Rebellin mit Krückstock – Minja und die serbischen Flüsse

    Rebellin mit Krückstock – Minja und die serbischen Flüsse

    Minja (68) ist vierfache Großmutter und wirkt eigentlich ganz harmlos: Wie alle Frauen in dem kleinen serbischen Dorf Temska beackert sie ihren Gemüsegarten, legt Reserven für den Winter an und strickt ihre Pullover noch selbst. Doch wer sie kennt, weiß – Minja hat es faustdick hinter den Ohren. Gemeinsam mit ihrem Partner Mitja (67) kämpft sie mit viel Engagement, Humor und Ausdauer für den Erhalt der kleinen Flüsse in ihrer serbischen Heimat, gegen Korruption und für ein besseres Leben in ihrem Dorf. Denn wenn es um ihr Dorf geht, versteht Minja keinen Spaß.
    Den Versuchen einen regierungstreuen Bürgermeister einzusetzen, bietet sie entschieden Paroli. Den Plänen von Investoren und der Regierungspartei 58 Mini-Wasserkraftwerke zu bauen, stellte sie sich mutig entgegen. Sie wurde verhaftet, verhört und an den Lügendetektor angeschlossen. Doch das machte Minja nichts aus. Im Gegenteil. Mutig sein, nicht aufgeben – das ist ihre Devise. Und damit will sie nicht nur ihre Heimat retten, sondern auch andere Frauen in Serbien zu mehr Engagement ermutigen.

    Ein Film von Vivien Pieper und Laura Schmitt. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2021. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: Dunja Engelbrecht. Schnitt: Sören Schlotfeldt. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Schulschluss in Serbien – Wenn auf dem Land nichts mehr geht

    Schulschluss in Serbien – Wenn auf dem Land nichts mehr geht

    Predag (9) besucht die Schule im serbischen Dorf Temska. Noch – denn in zwei Jahren soll die Schule schließen. Während hier früher bis zu 1000 Schüler gleichzeitig lernten, sind es heute nur noch 18 – Tendenz fallend. Für so wenige Kinder eine Schule zu erhalten, lohnt sich nicht. In Serbien wurden in den letzten zehn Jahren 223 Dorf-Schulen geschlossen. Macht die Schule in Temska dicht, müssen die verbliebenen Familien in die Stadt ziehen oder auf Schulbildung für ihre Kinder verzichten. Schulbusse fahren nur in den seltensten Fällen und selber fahren, ist für viele zu teuer.
    Eine Erfahrung, die die Familien in den Bergdörfern der Umgebung schon vor Jahren machen mussten. Erst schließt die Schule, dann die Post und schließlich der letzte Einkaufsladen. Die Jungen ziehen in die großen Städte oder ins Ausland. Die Alten im Dorf bleiben allein zurück. Serbien ist EU-Beitrittskandidat und die Wirtschaft wächst. Doch die ländlichen Regionen werden abgehängt. Eine Millionen Serben leben an der Armutsgrenze, besonders auf dem Land. Bei der PISA-Studie 2018 erreichte das Land Platz 45 von 77.

    Ein Film von Vivien Pieper und Laura Schmitt. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2021. Arte Re. 30 Minuten.
    Kamera: Dunja Engelbrecht. Schnitt: Sören Schlotfeldt. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Karpaten – Das Paradies der Aussteiger

    Karpaten – Das Paradies der Aussteiger

    Juliusz ist über 90 Jahre, sitzt in seiner Plattenbauwohnung in den Masuren und träumt vom Sommer. Hier ist er nur ein alter Mann, den viele auf der Straße für einen Penner halten, weil seine Kleidung zerschlissen ist. Doch im Frühling, sobald er wieder die Kraft der Sonne spürt, macht er sich auf in sein Königreich. Denn Juliusz ist der König der Vagabunden in den polnischen Karpaten. Hier lebt er zurückgezogen am Ufer des Solinasees in einer selbst gebauten Hütte, nur mit dem Boot zu erreichen. Juliusz hat weder Strom noch fließend Wasser, er lebt einfach und im Einklang mit der Natur.
    Im Vergleich zu Juliusz ist sein Freund Krzysztof mit seinen 77 Jahren noch ein Jungspund. Als er 1981 vor den Repressionen des polnischen Staates in die entlegenen Karpaten floh, ahnte er noch nicht, dass er hier sein ganzes restliches Leben verbringen würde. Fernab jeder Zivilisation hat er sich ein Leben als Selbstversorger mit Pferden und Ferienhütten aufgebaut. Nun setzt das Alter ihm zu, doch Krzysztof tut alles, um in seiner geliebten Einöde bleiben zu können. „Wer hier leben will, muss arbeiten können“, sagt er. Und in einem Altenheim kann sich die beiden wohl niemand vorstellen.

    Ein Film von Vivien Pieper. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2020. Arte Wunderwelten. 43 Minuten.
    Kamera: Agata Szymanska-Medina. Schnitt: Sören Schlotfeldt. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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  • Die Denkmal-Retter von Quedlinburg

    Die Denkmal-Retter von Quedlinburg

    Keine Mauer ist ihnen zu alt – keine Aufgabe zu kompliziert. Die Männer der Bauhütte Quedlinburg sanieren Burgen, Schlösser und Kirchen. Ihre Leidenschaft: Handwerkstechniken, die andernorts schon seit Jahrhunderten ausgestorben sind. Die Doku-Serie „Die Denkmalretter von Quedlinburg“ begleitet die Spitzenhandwerker Sachsen-Anhalts auf ihre Baustellen. In der 800 Jahre alten St. Nikolai-Kirche in Quedlinburg müssen sie die Gewölberippen tauschen, auf Schloss Ivenack in Mecklenburg-Vorpommern Fensterbänke ziehen, bei der St. Ambrosius-Kirche in Magdeburg neue Kreuzblumen setzen, und für das Schloss in Schwerin die Skulpturen der Jahreszeitenkinder kopieren.
    Mit Sachverstand, Leidenschaft und vielen knackigen Sprüchen meistern sie dabei jede Herausforderung. Egal ob Steinmetz, Stuckateur oder Maurer – die Handwerker der Bauhütte Quedlinburg kennen sich schon seit Jahren und sind ein eingespieltes Team. Als Maurermeister Dirk Rothe sich selbstständig machte, fragten einige seiner ehemaligen Kollegen, ob er sie nicht einstellen wolle. Mittlerweile ist das Team deutschlandweit gefragt, wenn es um knifflige Sanierungen geht.

    Ein Film von Vivien Pieper und Johannes Bünger. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR.
    2023. 4 x 25 Minuten.
    Kamera: André Krüger. Schnitt: Sven Emme. Redaktion (MDR): Heike Wiesinger
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  • Agata allein zu Haus – Alltag einer Pendler-Familie in Polen

    Agata allein zu Haus – Alltag einer Pendler-Familie in Polen

    Morgens um halb sechs. Vier müde Kinder stehen vor der Badezimmertür und reiben ihre Augen. Die Schulbrote sind schon fertig, die Hühner gefüttert, alles im Zeitplan. Nur dass ihr 18-jähriger Sohn Kuba im Badezimmer trödelt, passt Mutter Agata nicht. „Beeile dich, du brauchst ja so lange wie ein Mädchen“, schimpft sie.Agata hat den Alltag gut im Griff. Ihr Mann Henryk ist Maurer und pendelt nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Dann kümmert sich die 43-Jährige allein um Haus und Hof. Fünf ihrer Kinder sind schon groß und verdienen ihr eigenes Geld. Die sechs jüngsten gehen noch zur Schule.Früher wohnten sie mit elf kleinen Kindern in einer baufälligen Hütte.
    Heute haben sie ihr eigenes Häuschen. Der Haken: Das Glück ist sehr zerbrechlich. Obwohl sie vom Kindergeld profitieren, das die nationalkonservative PIS-Regierung einführte, reicht ihr Einkommen nicht, um Rücklagen zu bilden. Ehemann Henryk arbeitet mit Sohn Dawid in Deutschland und hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Findet er keinen Anschlussjob, wird er krank oder kann wegen Coronaeinschränkungen nicht arbeiten, reißt das ein riesiges Loch in die Haushaltskasse. Agatas größte Sorge: Henryk könnte krank werden oder einen Unfall haben. Dann müssten sie alles verkaufen und wieder bei Null anfangen.

    Ein Film von Vivien Pieper. Produziert von Autoren Pieper und Partner für MDR/Arte.
    2020. Arte Re. 32 Minuten.
    Kamera: Dunja Engelbrecht. Schnitt: Imke Koseck. Redaktion (MDR): Bettina Rudolph
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